Der amerikanische Journalist John Stuart in einem Interview mit Anna Seghers anläßlich der Erstveröffentlichung des Romans in englischer Sprache in den USA (1942):

Ich erzählte Anna Seghers, "daß keines der antifaschistischen Bücher, die ich gelesen hatte, mich derart tief bewegt hatte wie The Seventh Cross. Georg Heisler, der als einziger von sieben Flüchtlingen den Kreuzen im Konzentrationslager zu entkommen vermochte, war für mich so etwas wie eine Figur von heroischen Dimensionen. (...) Als er schließlich die Grenze überquerte, war das ein Triumph des Untergrunds über die prahlerische Allmacht des Hakenkreuzes, der Triumph einer Handvoll mutiger Leute, die die Sehnsucht nach Freiheit zusammengebracht hatte. So wie ich es verstehe, ist Anna Seghers Reaktion auf meine Emotionen gegenüber Heisler der Schlüssel für ihre Einschätzung von allen antifaschistischen Kämpfern in The Seventh Cross:'Heisler, wie ich ihn sehe', sagte sie, 'wie ich ihn zu entwerfen versucht habe, war ein durchschnittlicher Mensch. Das gleiche gilt für Wallau - obwohl Wallau wohl ein wenig reifer und erfahrener im Kampf gegen den Feind war. Beide Männer stehen für die Hunderte, die dasselbe durchgemacht haben. Ich kann durchaus verstehen, daß Amerikaner sich vorstellen, diese Männer besäßen außergewöhnliche Willenskraft. Doch sie haben keine Erfahrung mit direkter Verfolgung durch die Nazis. Meine Figuren, Männer wie Frauen, kommen aus einem bestimmten Milieu. Und sollte das, was mit Deutschland geschehen ist, je auch in Amerika passieren, dann würde man rasch beobachten, wie Tausende und Abertausende eine Stärke und Ausdauer finden würden, die sie nie in sich vermutet hätten. Heislers und Wallaus gibt es überall.' Ich denke, daß sich in solchen Worten der unnachgiebige Glaube der Künstlerin an die gewöhnlichen Menschen in dieser Welt bestätigte."
(New Masses, 16. 2. 1943, übersetzt von Alexander Stephan)